Dieser Post ist Teil der Beitrags „Strategien gegen Internetparolen“.
Bei den bisherigen Überlegungen und Tipps zum Umgang mit Parolen in heutigen Sozialen Netzwerken haben wir uns mit Taktiken begnügt, wie man innerhalb des gegebenen Kontexts eines kommerziellen Mediums gegen Hass und Hetze vorgehen kann. Aber ist es sinnvoll, diese Netzwerke mit ihren Algorithmen als selbstverständlichen Ort anzunehmen, an dem wir mit anderen in Austausch kommen? Bildlich gesprochen haben wir uns daran gewöhnt, uns online der Halböffentlichkeit von Shopping-Malls zu treffen, in denen wir gezielt von Werbebotschaften beschallt werden, von Videokameras überwacht werden und auf den Goodwill von Security-Mitarbeiter*innen angewiesen sind, die uns ohne genauere Begründung mit Verweis aufs Hausrecht rausschmeißen können. Aber warum soll es uns nicht gelingen, soziale Medien als ein wirklich öffentliches Gut zu entwickeln? Als einen wirklich öffentlichen Marktplatz, oder wie man in Anschluss an die griechische Demokratie sagen könnte, eine Agora?
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