#IchBinHanna Challenge 4: Damit Hanna (nicht) in den Hintergrund gerät

Und weiter geht’s mit der nächsten Gelegenheit einen #IchBinHanna-Ehrenaufkleber zu bekommen. Falls ihr noch nichts von der Aktion mitbekommen habt, könnt ihr den Anfang hier nachlesen. Zu den weiteren Challenges geht es hier und hier. Alle Aufgaben aus den letzten Wochen gelten auf weiterhin!

Mit dem Ende der Vorlesungszeit stehen auch wieder viel Tagungen an. Das ist eine Gelegenheit, die Themen von #IchBinHanna und #IchBinReyhan auch hier präsent zu halten und stärker in internationale Diskussionen herein zu tragen. Kurz: Damit #IchBinHanna nicht in den Hintergrund gerät, bietet es sich an, sie bei Tagungen einfach mal in den Hintergrund zu setzen. Dafür habe ich einen Background basierend auf dem Video des BMBF, das die Diskussion um Arbeitsverhältnisse an Hochschulen noch einmal befeuert hat, zusammegebastelt.

Was muss ich nun tun, um meinen Badge of Honour zu bekommen?

Stell beim nächsten Meeting oder der anstehenden Tagung einen #IchBinHanna-Hintergrund ein und hilf so mit, dass gute Arbeit in der Wissenschaft nicht wieder in den Hintergrund gerät. (Gerne kannst Du dafür die bereitgestellte Vorlage nutzen.) Dann bekommst Du von mit einen sensationellen #IchBinHanna-Badge of Honour zugeschickt.

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#IchBinHanna Challenge 3: Support your local Mittelbauinitiative

Diese Woche gibt es eine weitere Möglichkeit, an einen der begehrten #IchBinHanna Badges of Honour zu kommen. Vor zwei Wochen habe ich die Aktion mit der Aufgabe gestartet, mit den direkten Kolleg*innen über die Arbeitsbedingungen an Hochschulen zu sprechen und sie für eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft (GEW oder Verdi) zu begeistern. Das solltet ihr natürlich auch weiterhin tun (genaueres hier). Letzte Woche gab es die Anregung mit euren Studierenden über die Beschäftigungsbedingungen im Mittelbau zu sprechen (genaueres hier).

Neben den Gewerkschaften spielen die vielen lokalen Mittelbauinitiativen und das bundesweite Netzwerk gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAwiss) eine große Rolle für die Selbstorganisation des Mittelbaus. Deren Arbeit hat nicht nur mit vorbereitet, dass #IchBinHanna eine solche Resonanz finden konnte und auch medial auf Interesse gestoßen ist, hier sind auch in den letzten Jahren wichtige Diskussionen geführt und konkrete Vorschläge für eine bessere Gestaltung akademischer Arbeit ausgearbeitet worden (z. B. die Diskussion zu Personalmodellen).

Was muss ich nun tun, um meinen Badge of Honour zu bekommen?

Ab dieser Woche gibt es die dritte Aufgabe des #IchBinHanna Badges of Honour für den Juli:

Kontaktiere eine lokale Mittelbau-Initiative oder das bundesweite Netzwerk gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAwiss) und nimm an einem nächsten Treffen teil. Dann bekommst Du von mir einen formidablen #IchBinHanna Badge of Honour zugeschickt! (Für das Gründen einer neuen Mittelbau-Initiative bekommst Du einen Extra-Badge oben drauf!)

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The same procedure as every wave? Soziale Ungleichheit und Gesundheitsrisiken in der vierten Welle

Langsam zeichnet sich ab, dass der Abwärtstrend der Verbreitung des Corona-Virus vorbei ist. Der 7-Tage-R-Wert liegt seit Tagen um 1. Und statt jetzt mit vergleichsweise wenig Aufwand „ZeroCovid“ anzustreben, stimmt Armin Laschet mal wieder auf eine Aussitz-„Strategie“ ein und bemüht dazu die bekannte Leerformel vom „mit dem Virus leben“ – was ja heißt, das Sterben mit dem Virus nicht ganz so energisch zu bekämpfen. Und das, obwohl wissenschaftlich klar ist, dass die Impfquote keineswegs so ist, dass nichts mehr zu befürchten wäre (siehe auch England). Man setzt also mal wieder auf die ineffizienteste Entscheidung. Denn an dem Punkt, an dem man das Aussitzen nicht mehr durchhalten kann, ist das Bremsen dann extrem teuer. Das muss man keinem mehr erklären. Ignoriert wird es trotzdem.

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#IchBinHanna Challenge 2: Hanna in der Lehre

Diese Woche gibt es eine weitere Möglichkeit, an einen der begehrten #IchBinHanna Badges of Honour zu kommen. Letzte Woche habe ich die Aktion mit der Aufgabe gestartet, mit den direkten Kolleg*innen über die Arbeitsbedingungen an Hochschulen zu sprechen und sie für eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft (GEW oder Verdi) zu begeistern. Das solltet ihr natürlich auch weiterhin tun (genaueres hier).

Aber wir sollten nicht nur mit unseren Kolleg*innen, sondern auch mit den Studierenden sprechen. Die miserablen Arbeitsbedingungen des Mittelbaus haben unmittelbare Auswirkungen auf ihr Studium (Qualität der Lehre, Verfügbarkeit der Betreuenden, mangelnde Diversität bei den Lehrenden, usw.) und zugleich sind die Studierenden eine wichtige Gruppe, um im Rahmen der universitären Selbstverwaltung Veränderungen herbeizuführen.

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Aktion: #IchBinHanna Badge of Honour

#IchBinHanna hat auf Twitter für Wirbel gesorgt und mit zahlreichen Artikeln, Radio- und Fernsehbeiträgen und nicht zuletzt mit einer aktuellen Stunde im Bundestag auch jenseits sozialer Medien Aufmerksamkeit für die miserablen Arbeitsbedingungen an Hochschulen geschaffen (hier eine Dokumentation der Kampagne).

Wichtig ist es jetzt, diese Diskussion noch stärker an den eigenen konkreten Arbeitsplatz zu bringen und dabei Strukturen zu stärken, die ermöglichen den Kampf für bessere Arbeits- und Anstellungsbedingungen des Mittelbaus auch langfristig zu führen. Dazu möchte ich mit einer kleinen Aktion beitragen. Für herausragende Leistungen im Kampf um gute Arbeit in der Wissenschaft vergebe ich #IchBinHanna Badges of Honour. Diese bekommt ihr als Aufkleber zugeschickt, wenn ihr einen Beitrag dazu leistet, die Themen von #IchBinHanna auch über social media hinaus zu verankern und Strukturen der Selbstorganisation des Mittelbaus zu schaffen oder zu stärken.

Was muss ich tun, um meinen Badge of Honour zu verdienen?

Los geht’s mit der ersten Aufgabe für den Juli:

Sprich mit einer Kolleg*in über Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft und überzeuge sie oder ihn (mit Dir) der Gewerkschaft beizutreten. Wenn Dir das gelingt, dann bekommst Du von mir einen unikativen #IchBinHanna Badge of Honour zugeschickt! Eine (fast) einmalige Chance!

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Arbeitsarchitektur zwischen Einheitsprojektion und gesellschaftlichem Konflikt

Die Vorstellung einer Architektur als Ausdruck von Gesellschaft steht vor dem Problem, dass Gesellschaft keine Einheit ist. Darin sind sich zumindest kritische Soziologische Theorien einig, ob Marx oder Bourdieu, die Konflikte und Kämpfe als wesentlichen Moment der gesellschaftlichen Konstitution sehen (mit Verweis auf Bourdieu Dieluweit 2019, 14). Weiter kommt man, wenn man den Blick umkehrt. Architektur projiziert Gesellschaft als einheitlich, indem sie Partikulares als universale Repräsentation des Gesellschaftlichen erscheinen lässt und als solches auf Gesellschaft zurückführt (eben auf die Verweist die Rede von der imaginären Konstitution, die Heike Delitz (2009) für die Architektursoziologie von Cornelius Castoriadis (1990) aufgreift).

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Zur Kritik der Expertokratiekritik

In der Kritik an Expertokratie wird eine Seite interessanterweise oft vergessen: die der Wissenschaft selbst. Erst, wenn man aber einen genaueren Blick auf deren Strukturen und Praktiken richtet, wird es möglich, der populistischen Vorstellung einer Fremdbestimmung durch das „Wissen“, das implizit als Ausdruck einer dem Volk entgegenstehenden heteronomen Elite gedeutet wird, nicht nur quasi wissensfreie Sphären von Werturteilen oder Antagonismen entgegenhalten – die vermeintlich reine Politik –, sondern eine Demokratisierung der Wissensproduktion. Diese kann sich auf unterschiedliche Ebenen erstrecken: die Demokratisierung wissenschaftlicher Institutionen, die Zurückdrängung kommerzieller Interessen, die Ausweitung der aktiven und passiven Teilhabe an Forschung …

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Ideologie & Erklärung

„Ideologie“ bezeichnet nicht einen an sich erklärungsbedürftigen Gegenstand – das Konzept der Ideologie weist einen als ideologisch markierten Gegenstand allererst als erklärungsbedürftig aus. Ideologie wird nicht entlarvt, sie wird gesetzt.

Die (Un-)Möglichkeit des Wohnens. Das Interieur als Ideologie und Utopie

Im vierten Abschnitt seiner Exposees zum Passagen-Projekt und den korrespondierenden Notizen wendet sich Walter Benjamin (1983a, S. 52 f.) der Frage des Wohnens zu. Der bürgerliche Wohnraum um die Mitte des 19. Jahrhunderts gilt ihm vor allem als Kompensation für die entfremdete und unpersönliche Welt, der durchrationalisierten und fremdbestimmten Arbeitsstätten und der anonymisierten und blasierten großstädtischen Öffentlichkeit, wie sie schon Georg Simmel (2009 zuerst 1903) beschrieben hatte. Im Zentrum dieser Sphäre der Privatheit stand das Interieur. In ihm wurden die Waren-Dinge zu Symbol-Dingen: sie erfuhren eine Aufladung mit spezifischer Bedeutung. Ästhetisch und haptisch wird zudem den rohen, kalten und glatten Flächen der Räume der Nützlichkeit das Weiche, das Überzogene und Behangene entgegengehalten, in die sich die Spuren der Bewohner*innen einschrieben. Mit Benjamin kann man das Wohnen dieser Zeit im Wesentlichen als ideologisch fassen: die ästhetische und symbolische Gegenwelt ankerte im Bestreben des Bürgertums, „sich für die Spurlosigkeit des Privatlebens in der großen Stadt zu entschädigen“, wie Benjamin an einer verwandten Stelle seines Baudelaire-Buches bemerkt (Benjamin 2011, S. 754).

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