Mythe et sens

„De son côté, la pensée mythique n’est pas seulement la prisonnière d’événements et d’expériences qu’elle dispose et redispose inlassablement pour leur découvrir un sens ; elle est aussi libératrice, par la protestation qu’elle élève contre le non-sens, avec lequel la science s’était d’abord résignée à transiger.“

Claude Lévi-Strauss
La pensée sauvage

Sorgen

Die Sorgen kommen schon von allein – man muss sie sich nicht machen.

Das Elend des Postfeminismus

Die Piratenpartei zeigt wunderschön, was passiert, wenn oberflächlich gewendete Queertheorien zur legitimatorischen Verschleierung klassischer, naiv-maskulinistischer Positionen dienen. Sie beweist gerade in ihrer dummen Verkürzung, wie unzureichend das Post-Gender-Argument letztlich im Kern ist. Sie bezeugen die fortwährende Notwendigkeit einer feministischen Kritik.

Allgemeines im Konkreten

Die Herausforderung für eine kritische Philosophie liegt darin, sich nicht in der Fragmentierung zu verlieren, ohne aber auf der anderen Seite ins Abstrakt-Allgemeine zu verfallen. Ziel wäre, das Allgemeine im Konkreten, im Dinglichen zu finden. In diesem Spagat kann die kritische Philosophie von der Malerei lernen, die seit der Entdeckung des Realismus in der Renaissance gegen seine Konsequenz der Verdoppelung arbiträrer Partikularitäten kämpft (vgl. Hofmann 1957: 13ff.).
Eine kritische Philosophie, die eine empirische sein muss, sucht in den Dingen, den Tatsachen, nicht nur ihre schlichte Faktizität, sondern auch ihre (singuläre) Art über sich hinauszuweisen und so den Keim einer Konstellation mit anderem in sich zu tragen.

Hofmann, Werner 1957: Zeichen und Gestalt. Die Malerei des 20. Jahrhunderts, Frankfurt a.M.: Fischer.

Mythos und Geschichte

„Die mythische Geschichte als solche steht im Dienst dieses Kampfes der Struktur gegen das Ereignis. Mit ihrer Hilfe bemüht sich die Gesellschaft, die zerstörerische Wirkung der geschichtlichen Faktoren aufzuheben; durch sie wird das Geschichtliche ausgelöscht, das Ereignishafte getilgt.“

Paul Ricœur
Hermeneutik und Strukturalismus

Grundlos glücklich

Es ist eine der höchsten Tugenden, nicht immer Gründe für alles finden zu müssen. Die unbedingte Suche nach Gründen neigt entweder zu einem mechanistischem Rationalismus oder aber zur Esoterik. Vielleicht liegt hierin die Skepsis von gesellschaftstheoretischen Entwürfen (ob Systemtheorie oder Kritische Theorie) gegenüber den Vorstellungen von einfacher Kausalität begründet.

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Finanzdisziplin

Die Finanzmärkte funktionieren als Disziplinarapparate nicht zuletzt über ihren Mythos. Dies haben sie allen Apparaturen der Disziplinierung gemein – vom Panoptikon, dass gegenüber Foucaults Deutung nicht die Ablösung des Spektakels, sondern auf eine spektakuläre Inszenierung der Überwachung wesentlich angewiesen war (vgl. Kammerer 2008: 217-221) bis zur Globalisierung, als performative Beschreibung (vgl. Vobruba 2009, Adler 2011).

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